Loe raamatut: «Das Baustellenhandbuch für den Garten- und Landschaftsbau»

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Christine Andres | Thomas Bauer | Gert Bischoff

Johannes Diebel | Clemens Fauth | Meino Heuer

Martina Lorenz

Das Baustellenhandbuch Garten- und Landschaftsbau

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Titelfoto/-illustration: © truemedia, 86167 Augsburg

Satz: mediaTEXT Jena GmbH, 07747 Jena

Druck: Druckerei & Verlag Steinmeier GmbH & Co. KG, 86738 Deiningen

Printed in Germany

ISBN: 978-3-96314-082-2

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Vorwort

Bei der täglichen Arbeit auf der Baustelle werden von allen Beteiligten schnelle Entscheidungen erwartet. Mit dem vorliegenden Baustellenhandbuch für den Garten- und Landschaftsbau haben Sie jetzt die wichtigsten Informationen zu Bau und Pflege von Freianlagen schnell zur Hand. Aktuelle gesetzliche Vorgaben und Normen finden sich hier ebenso, wie hilfreiche Checklisten, anschauliche Tabellen und Schemazeichnungen zur Bau- und Vegetationstechnik.

Ziel des Buchs ist es, sowohl den ausführenden Gewerken als auch der Bauleitung vor Ort ein kompaktes Nachschlagewerk zum Garten- und Landschaftsbau an die Hand zu geben, mit dem sich im Bedarfsfall Probleme unkompliziert lösen lassen bzw. erst gar nicht entstehen.

Der Inhalt des Buchs orientiert sich an den grundlegenden Themen des Garten- und Landschaftsbaus und wurde mit äußerster Sorgfalt und eingehender Recherche nach den aktuell anerkannten Regeln der Technik zusammengestellt. Gegenüber den Autoren und dem Verlag begründet dieses Erzeugnis keine Auskunfts- und Beratungspflicht und auch keine anderweitige Bindungswirkung. Die individuellen Gegebenheiten jedes Einzelfalls gebieten es, dass keine Gewähr für Verbindlichkeiten und Vollständigkeit der in diesem Erzeugnis enthaltenen Darstellungen und Aussagen gegeben werden kann.

Merching, im August 2018

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Autoren

Christine Andres

Nach einer Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin und dem Studium der Landespflege an der FH Osnabrück mit dem Schwerpunkt Bauwesen, arbeitete Christine Andres als Bauleiterin im Garten- und Landschaftsbau. Im Jahr 2004 gründete sie das Ingenieurbüro CADverde mit Tätigkeitsschwerpunkt in der Bauleitung und Abrechnung von Baumaßnahmen.

Seit 2011 ist sie als öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige im Garten- und Landschaftsbau tätig.

Autorin der Beiträge:

Landschaftsbauarbeiten nach ATV DIN 18320

Erd- und Bodenarbeiten

Entwässerungs- und Dränarbeiten

Holzbau

Gründungen und Verbauarbeiten

Stauden

Gehölze

Rasen

Thomas Bauer

Thomas Bauer studierte „Agrarmanagement & Agrarmarketing“ mit Schwerpunkt Gartenbau in Weihenstephan. Er ist von der Regierung von Schwaben öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Fachgebiet „Haus- und Kleingärten“. Zu diesem Fachgebiet gehören neben der Gehölzwertermittlung auch der Garten- und Landschaftsbau sowie die Garten- und Landschaftsgestaltung. Zudem ist er als qualifizierter Baumkontrolleur tätig.

Autor der Beiträge:

Vegetationstechnik nach DIN 18915 bis 18920

Bedeutung der Pflege nach DIN 18916 und 18919

Erosionsschutz

Gert Bischoff

Nach einem Studium der Landespflege an der Universität Hannover war Gert Bischoff als Ingenieur im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau tätig. Derzeit hat er eine Professur für Landschaftsbau an der Fachhochschule Erfurt, Lehrgebiete Baubetrieb, Bau- und Vegetationstechnik inne. Zudem ist er auch als öffentlich bestellter Sachverständiger für den Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau tätig.

Autor der Beiträge:

Dachbegrünung

Fassadenbegrünung

Johannes Diebel

Johannes Diebel studierte Landschaftsarchitektur an der TU München/Weihenstephan. Nach einer mehrjährigen Praxistätigkeit im Landschaftsbau und in einem Landschaftsarchitekturbüro mit Schwerpunkt Ausschreibung und Bauleitung ist er seit 25 Jahren selbstständig im Planungsbüro: Freiraumplanung Diebel, Ismaning.

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden-Pillnitz lehrt er seit 15 Jahren als Professor in den Studiengängen Landschafts- und Freiraumentwicklung sowie Gartenbau das Fachgebiet Landschaftsbau/Baukonstruktion/CAD.

Autor des Beitrags:

Mauern und Stützmauern

Clemens Fauth

Landschaftsarchitekt Clemens Fauth studierte an der TU München/Weihenstephan. Seit 1995 ist er Mitglied der Bayerischen Architektenkammer. Seit 1998 ist er als freier Landschaftsarchitekt tätig. Clemens Fauth ist geprüfter Energieberater (HWK) sowie Gutachter der ALW Freising. Als Master of Science in Architektur und Umwelt und Stadtplaner (BYAK) ist er vorrangig für die Planung von Außenanlagen insbesondere zu Geschosswohnungsbau, Industriebau, Kindergärten/Schulen, Fahrradabstellanlagen, Hausgärten sowie Bahnhofsumfeld zuständig.

Autor der Beiträge:

Wegebau und Pflasterung

Zugänge

Meino Heuer

Straßenbaumeister Meino Heuer arbeitet als Betriebswirt (HWK), SiGeKo – Sicherheits- und Gesundheitskoordinator und von der Handwerkskammer für Ostfriesland öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Straßenbauerhandwerk. Er ist Mitglied des Verbands Ostfriesischer Sachverständiger (VOS) sowie Mitglied des Bundes Ostfriesischer Baumeister (BOB). Derzeit leitet er die Servicebetriebe der Stadt Garbsen.

Autor des Beitrags:

Homogenbereiche nach DIN 18300

Martina Lorenz

Martina Lorenz arbeitet nach einem Studium des Bauingenieurwesens an der Hochschule Bremen als Projektingenieurin im Bereich Planung und Planfeststellung beim Straßenneubauamt in Münster. Sie ist Projektleiterin Mineralische Baustoffe beim Westfälischen Prüfamt für Baugrund und Straßenbaustoffe in Münster, Dozentin und Autorin für den Bereich Tiefbau beim DAA-Technikum in Osnabrück sowie Beraterin für öffentliche und private Bauabteilungen, Architektur- und Ingenieurbüros.

Autorin der Beiträge:

Landschaftsbauarbeiten nach ATV DIN 18320

Bodengruppen nach DIN 18196

Bodenkenngrößen nach DIN 1055-2

Mengenermittlung, Mess- und Prüfverfahren

Gesamtinhaltsverzeichnis

Deckblatt

Impressum

Vorwort

Bedienung des E-Books

Autoren

Gesamtinhaltsverzeichnis

Grundlagen und Anforderungen

Vegetationstechnik nach DIN 18915 bis 18920

Bedeutung der Pflege nach DIN 18916 und DIN 18919

DIN 18916 Pflanzen und Pflanzarbeiten

DIN 18919 Instandhaltungsleistungen für die Entwicklung und Unterhaltung von Vegetation

Landschaftsbauarbeiten nach ATV DIN 18320

Allgemeine Angaben zur Ausführung

Besondere Angaben zur Ausführung

Abrechnung

Baugrund

Bodengruppen nach DIN 18196

Homogenbereiche nach DIN 18300

Bodenkenngrößen nach DIN 1055-2

Nichtbindige Böden

Bindige Böden

Erd- und Bodenarbeiten

Grundlagen

Wichtige Regelwerke

Bodenarten

Abrechnung nach DIN 18300

Ausführung

Bodenvoruntersuchungen

Bodenabtrag nach DIN 18915

Bodenlagerung nach DIN 18915

Einbau und Verdichtung

Bodenverbesserung für vegetationstechnische Zwecke

Prüfmethoden

Entwässerungs- und Dränarbeiten

Grundlagen

Wichtige Regelwerke

Abrechnung

Bauteile

Kanalisationsleitungen

Entwässerung des Untergrunds

Oberflächenentwässerung

Verlegung von Entwässerungsrohren

Erosionsschutz

Grundlagen

Nicht lebende Sicherungsbauweisen

Lebende Sicherungsbauweisen

Bauweisen mit Pflanzen und Pflanzenteilen

Gründungen und Verbauarbeiten

Grundlagen

Herstellung von Baugruben und Gräben

Wegebau und Pflasterung

Baumaterialien

Bautechnik

Randeinfassungen

Tragschichten

Deckenbauweisen

Entwässerung von Belagsflächen

Zugänge

Treppen

Barrierefreie Nutzung nach DIN 18040

Treppen

Rampen

Mauern und Stützmauern

Grundlagen

Anforderungen nach VOB/C

Bestandteile einer Mauer

An das Mauerwerk grenzende Bereiche

Mauerwerk aus Naturstein

Mauerwerksarten aus Natursteinmauerwerk nach DIN EN 1996-1-1/NA

Mauerwerk aus künstlichen Steinen

Mauerwerksarten aus künstlichen Steinen nach DIN EN 1996-1-1/NA

Weitere im Landschaftsbau verwendete Mauerarten

Mauern und Pflanzen

Holzbau

Grundlagen

Begriffe

Die wichtigsten Kennwerte des Baustoffs Holz

Qualitäts- und Klassifikationskriterien

Verwendung von zertifizierten Hölzern

Holzarten für den Außenbereich

Holzschutz

Konstruktiver Holzschutz

Chemischer Holzschutz

Pflege

Holzverbindungen

Holzterrassen

Konstruktion

Holz- und Sichtschutzzäune

Bau von Holz- und Palisadenwänden

Stauden

Grundlagen

Begriffe

Herkunft, Sortenechtheit gemäß FLL-Richtline

Qualitätsanforderungen bei der Lieferung

Kennzeichnung und Verpackung

Repositionspflanzen

Stauden zur extensiven Dachbegrünung

Planungsgrundsätze – die Auswahl der Stauden

Standortansprüche (Lebensbereiche)

Geselligkeitstufen

Funktionen

Charakter und Größe des Staudenbeetes

Pflegeintensität

Winterhärte

Pflanzung von Stauden

Jährliche Pflegemaßnahmen

Staudenkrankheiten

Staudenmischungen

Stauden für besondere Verwendungszwecke

Gehölze

Grundlagen und Planungsgrundsätze

Grundlagen

Begriffe

Anforderungen an Gehölze gemäß den FLL-Gütebestimmungen

Planungsgrundsätze – die Auswahl standortgerechter Gehölze

Pflanzung von Gehölzen

Bodenvorbereitung und Pflanzarbeit

Baumpflanzungen

Fertigstellungspflege

Jährliche Pflegemaßnahmen – Instandhaltungspflege

Gehölze für besondere Verwendungszwecke

Rasen

Grundlagen

Begriffe

Rasentypen

Regel-Saatgut-Mischungen

Bodenvorbereitung, Einsaat und Anwachsen

Bodenvorbereitung und Einsaat gemäß DIN 18917

Anwuchserfolg durch Fertigstellungspflege

Rollrasen/Fertigrasen

Dachbegrünung

Grundlagen

Normen und andere Regelwerke

Was gilt es, vor Baubeginn zu prüfen:

Anforderungen an das Bauwerk

Dachbegrünung und Solaranlagen

Begrünungsarten und -aufbau

Begrünungsarten

Begrünungsaufbau

Vegetation und Fertigstellung

Vegetation

Fertigstellung

Fassadenbegrünung

Grundlagen

Rechtliche Grundlagen

Normen und Richtlinien

Wandaufbauten und -konstruktionen, Wandbaustoffe

Bodengebundene Fassadenbegrünung

Standortbedingungen

Pflanzgruben

Kletterformen der Pflanzen

Baustoffe

Verankerung

Kriterien zur richtigen Pflanzenauswahl

Fertigstellung

Entwicklungs- und Unterhaltungspflege

Wandgebundene Fassadenbegrünung

Bauweisen, Konstruktionen

Substrate

Pflanzenauswahl, Pflanzung

Messverfahren und Berechnung

Zerlegung in Trapeze bei Geländeprofilen

Flächenberechnung bei Geländegefälle

Erdmassenberechnung

Massenermittlung

Körperberechnung

Abstecken von Kreisbogen

Stichwortverzeichnis

Weiterführende Informationen

Grundlagen und Anforderungen

Vegetationstechnik nach DIN 18915 bis 18920

{Vegetationstechnik}

Allgemeines

Diese DIN-Normen stellen ein wichtiges Regelwerk dar, in dem sich u. a. Hinweise und normative Verweise finden:


DIN 18035-4 Sportplätze – Teil 4: Rasenflächen
DIN 18035-5 Sportplätze – Teil 5: Tennenflächen
DIN 18915 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Bodenarbeiten
DIN 18916 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Pflanzen und Pflanzarbeiten
DIN 18917 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Rasen und Saatarbeiten
DIN 18918 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen
DIN 18919 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Instandhaltungsleistungen für die Entwicklung und Unterhaltung von Vegetation
DIN 18920 Vegetationstechnik im Landschaftsbau – Schutz von Bäumen, Pflanzenbeständen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen
DIN 19657 Sicherung von Gewässern, Deichen und Küstendünen – Richtlinien

Unter anderem werden nachfolgende Empfehlungen und Regelwerke der FLL genannt:


Empfehlungen für Baumpflanzungen, 2015
Gütebestimmungen für Baumschulpflanzen, 2004
Gütebestimmungen für Stauden, 2015
Regelsaatgutmischungen (RSM), 2018
Leitfaden für Planung, Ausführung und Pflege von funktionsgerechten Gehölzpflanzungen im besiedelten Bereich, 1999
Qualitätsanforderungen und Anwendungsempfehlungen für organische Mulchstoffe und Komposte, 2016
Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Dachbegrünungen, 2018
Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Fassadenbegrünungen, 2018
Richtlinie für die Planung, Ausführung und Pflege von Innenraumbegrünungen, 2004
ZTV Großbaumverpflanzung, 2005
Richtlinie für den Bau von Golfplätzen, 2008

Die Verknüpfung der unterschiedlichen DIN-Normen untereinander und zu anderen Regelwerken begründet sich durch die Vielzahl unterschiedlicher Standorte, Nutzungsarten und Pflanzenansprüche.

Die einzelnen DIN-Normen werden in den nachfolgenden Kapiteln näher erläutert.

DIN 18915 Bodenarbeiten

Diese Norm regelt die Qualität und Anwendung von in Erdenwerken oder auf Baustellen hergestellten Bodensubstraten für Vegetationstragschichten mit Bodenanschluss für den punktuellen oder flächigen Einbau im Garten- und Landschaftsbau.

Sie setzt sich aus folgenden Themenblöcken zusammen:


Bewertung von Böden
Anforderungen an Böden
Behandlung und Verbesserung von Böden
Herstellung der Böden zur Bepflanzung
Maßnahmen zur Rekultivierung

Im Kapitel Erd- und Bodenarbeiten wird auf diese Bestimmungen weiter eingegangen.

DIN 18916 Pflanzen und Pflanzarbeiten

Die DIN 18916 gilt für Pflanzen und Pflanzarbeiten im Rahmen von Maßnahmen des Landschaftsbaus.

Sie setzt sich aus drei großen Themenblöcken zusammen:


Anforderungen an Pflanzen bei der Anlieferung
Anforderungen an Stoffe für Pflanzarbeiten
Pflanzarbeiten

Die wichtigsten Bestimmungen sind:


Transport ohne Beschädigung
Lagerung 48 Std, dann Schutzmaßnahmen intensivieren
Pflanzzeit i. d. R. nicht bei Frost
Pflanzgrube 1,5-facher Durchmesser
fachgerechter Rückschnitt
Maßnahmen der Fertigstellungspflege

Im Kapitel Pflege nach DIN 18916 und 18919 werden diese Bestimmungen ausführlich erläutert.

DIN 18917 Rasen und Saatarbeiten

Die DIN 18917 Rasen und Saatarbeiten gibt vor, wie die Herstellung von Rasen durch Ansaat oder Verwendung von Fertigrasen, Rasensoden und Vegetationsstücken im Rahmen des Landschaftsbaus auszuführen ist.

Sie setzt sich aus vier großen Themenblöcken zusammen:


Rasentypen
Anforderungen an Saatgut, Fertigrasen, Vegetationsstücke
Herstellung von Rasenflächen
Fertigstellung

Die wichtigsten Bestimmungen sind:


Einteilung der Rasentypen nach Anwendungsbereich, Eigenschaften und Pflegeansprüchen
Saatgutqualitäten gemäß RSM
Aussaat i. d. R. zwischen Mai bis September
Fertigrasen nicht bei Frost verlegen
Beschreibung der Fertigstellungspflege und des abnahmefähigen Zustands

Im Kapitel Rasen finden sich zusätzlich zu den Bestimmungen der DIN 18917 Ausführungen zur RSM und weitere Hinweise.

DIN 18918 Ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen

Die DIN 18918 gilt für Sicherungsbauweisen im Rahmen des Landschaftsbaus mit Saatgut, Pflanzen, lebenden Pflanzenteilen und nicht lebenden Stoffen zur Verhinderung bzw. Verringerung von Erosion, Rutschung und Steinschlag sowie zur Begrünung von Flächen, die durch natürliche Einflüsse oder technische Maßnahmen vom Oberboden entblößt sind, sowie von Bodenschüttungen, Halden und Deponien.

Sie setzt sich aus folgenden sechs Hauptpunkten zusammen:


Sicherung durch Ansaaten
Sicherung durch Anpflanzungen
Sicherungen durch Bauweisen mit Pflanzen und lebenden Pflanzenteilen
Sicherung durch Bauweisen mit nicht lebenden Stoffen und Bauteilen
kombinierte Bauweisen
Fertigstellungspflege

Ein Erosionsschutz kann durch Bepflanzung oder durch Bauweisen aus nicht lebenden Stoffen erreicht werden. Im überwiegenden Teil werden die Maßnahmen miteinander kombiniert. Laut DIN 18918 sollen den Sicherungsbauweisen mit Saatgut, Pflanzen und lebenden Pflanzenteilen der Vorzug gegeben werden.

Im Kapitel Erosionsschutz wird auf die einzelnen Aspekte näher eingegangen.

DIN 18919 Instandhaltungsleistungen für die

Entwicklung und Unterhaltung von Vegetation

Die DIN 18919 behandelt die Leistungen bei Pflanzflächen und deren fachgerechte Pflege.

Der funktionsfähige Zustand der Vegetation wird mit der Entwicklungspflege, die Erhaltung des funktionsfähigen Zustands der Vegetation mit der Unterhaltungspflege jeweils nach DIN 18919 erreicht. Dabei werden folgende Pflegemaßnahmen beschrieben:


Bodenlockerung
Entfernung von unerwünschtem Aufwuchs
Ausmähen von Gehölzflächen und Baumscheiben
Abfallentfernung
Pflanzenschnitt (Heckenschnitt, Auslichten, Auf-Stock-Setzen)
Winterschutzmaßnahmen
Mulchen
Wässern
Baumpflege
Mähen
Rasenpflege
Düngen

Im Kapitel Bedeutung der Pflege nach DIN 18916 und 18919 und den einzelnen Kapiteln wird auf diese Arbeiten weiter eingegangen.

DIN 18920 Schutz bei Baumaßnahmen

Die DIN 18920 gilt für die Planung und Durchführung von Baumaßnahmen im Siedlungsbereich und in der freien Landschaft. Sie dient dem Schutz von zu erhaltenden Einzelbäumen und Pflanzenbeständen (Vegetationsflächen), z. B. aus Bäumen, Sträuchern, Gräsern, Kräutern, da der ökologische, klimatische, ästhetische, schützende oder sonstige Wert bestehender Pflanzen/Pflanzungen durch Ersatz im Regelfall nicht oder erst nach Jahren erreicht wird.

Erfordernis, Art, Umfang und Zeitpunkt der Schutzmaßnahmen richten sich insbesondere nach den vorhandenen Bäumen und Pflanzenbeständen sowie Art, Umfang und Dauer der Baumaßnahmen. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob vorbeugend oder im Schadensfall weitere baumpflegerische Maßnahmen erforderlich sind.

Die DIN 18920 stellt die Schutzmaßnahmen wie folgt zusammen:


Schutz vor chemischen Verunreinigungen
Schutz vor Feuer
Schutz vor Vernässung und Überstauung
Schutz von Vegetationsflächen
Schutz von Bäumen gegen mechanische Schäden
Schutz von Bäumen bei Freistellung
Schutz des Wurzelbereichs bei Bodenauftrag und gegen Bodenabtrag
Schutz des Wurzelbereichs beim Aushub von Gräben oder Baugruben und bei Gründungen für freistehende Bauteile
Schutz des Wurzelbereichs von Bäumen bei befristeter Belastung und Grundwasserabsenkung
Schutz des Wurzelbereichs von Bäumen bei Belägen
Anforderungen an Stoffe für Pflanzarbeiten
Pflanzarbeiten

Da es sich um lebende Organismen handelt, ist auch während Baumaßnahmen darauf zu achten, dass keine chemischen Stoffe den Standort belasten. Neben Säuren, Laugen etc. wird häufig nicht bedacht, dass auch Beton und Zement den Boden und damit den Standort für die Vegetation negativ beeinträchtigen.

Offene Feuer dürfen unter Beachtung der Windrichtung nur in einem Abstand von mind. 20 m von der Kronentraufe von Bäumen und Sträuchern entfacht werden.

Wurzelbereiche von Bäumen und Vegetationsflächen dürfen durch baubedingte Wasserableitungen nicht vernässt oder überstaut werden.

Zur Verhinderung von Schäden sind Vegetationsflächen mit einem etwa 2,0 m hohen, ortsfesten Zaun zu umgeben, ein seitlicher Zaunabstand von 1,5 m ist einzuhalten.

Schutz von Bäumen

Der Schutz von Bäumen stellt insbesondere in innerstädtischen Standorten ein wichtiges Thema dar. Die breite Öffentlichkeit hat mittlerweile erkannt, dass Bäume wichtige Funktionen erfüllen und besonders geschützt werden müssen.

Bei Schäden an Bäumen kommt es häufig zu hohen Schadensbeträgen, auch bei Teilschäden.

Es sind sowohl Wurzelschäden als auch Schäden an oberirdischen Teilen von Bäumen zu vermeiden.

Oberirdisch

Zum Schutz gegen mechanische Schäden (z. B. Quetschungen und Aufreißen der Rinde, des Holzes und der Wurzeln, Beschädigung der Krone) durch Fahrzeuge, Baumaschinen und sonstige Bauvorgänge, sind Bäume im Baubereich durch einen etwa 2,0 m hohen, ortsfesten Zaun zu schützen. Er soll den gesamten Wurzelbereich umschließen. Als Wurzelbereich gilt die Bodenfläche unter der Krone von Bäumen (Kronentraufe) zzgl. 1,5 m, bei Säulenform zzgl. 5,0 m nach allen Seiten.

Kann aus Platzgründen nicht der gesamte Wurzelbereich geschützt werden, soll der zu schützende Bereich möglichst groß sein und insbesondere die offene Bodenfläche umfassen. Ist dies in Ausnahmefällen nicht möglich, ist der Stamm mit einer gegen den Stamm abgepolsterten, mind. 2,0 m hohen Bohlenummantelung zu versehen. Die Schutzvorrichtung ist ohne Beschädigung der Bäume anzubringen. Sie darf nicht unmittelbar auf die Wurzelanläufe aufgesetzt werden. Die Krone ist vor Beschädigung durch Geräte und Fahrzeuge zu schützen, ggf. sind gefährdete Äste hochzubinden. Die Bindestellen sind ebenfalls abzupolstern.

Žanrid ja sildid

Vanusepiirang:
0+
Objętość:
411 lk 102 illustratsiooni
ISBN:
9783963140822
Õiguste omanik:
Bookwire
Allalaadimise formaat: